Ich (Wu) habe mir ja schon vor längerer Zeit gedacht, man könnte doch einfach mal jede Skitour im schönen Großarltal gehen. Diesen Gedanken hatte ich schon vor einigen Jahren. Seitdem bin ich dabei, meine Touren-Sammlung zu vervollständigen. Ich muss aber zugeben, es sind ziemlich viele. Besonders wenn man die einzelnen Varianten auch noch mit berücksichtigt. Aber ich habe ja Zeit. Heute schließt sich uns Simon an und gemeinsam mit Sabrina suchen wir einen Parkplatz. Das ist nicht schwer, denn wir sind das erste Auto am heutigen Morgen. Vielleicht hätten wir schon ahnen können, warum. Auf dem Plan steht: Skitour Kreuzeck von Hüttschlag aus.

Skitour Kreuzeck: Los geht es bei der Hallmoosalm

Die findet man recht leicht beim Ortsteil „Karteis“ nach Hüttschlag. Bei der Hallmoosalm befindet sich ein kleiner Parkplatz. Verlaufen kann man sich hier nicht. Wir haben eine echte Autobahn hinauf. Oder man nimmt gleich die Forsstraße, dann kann man nichts falsch machen.  Im unteren Teil geht es in Richtung Karteisalm, die im Sommer sogar bewirtschaftet scheint.

Bei der Skitour Kreuzeck hat man leider keine Möglichkeit zur Einkehr. Wenn man diese erreicht, geht es weiter immer leicht rechts haltend, durch einen lichten Lärchenwald auf eine schöne Hochalm bzw. Plateau. Vom Wind bekommen wir nichts mit, zum Glück. Heute ist es einsam hier auf der Skitour Kreuzeck – ungewöhnlich.

Wenn er Südföhn ansagt, dann wird es wohl windig werden!

Als wir hinaus aus dem schönen Lärchenwald auf das Hochplateau kommen, wurde es schon etwas windiger. Das beunruhigte uns aber nicht wirklich. Simon und ich fotografieren und Sabrina ist das Model. Ich konnte schöne Bilder machen mit Simon. Sabrina ging schon mal vor. Etwa 100 Höhenmeter weiter oben, glich der Wind einem Sturm. Schnell hatte ich alles an, was ich dabei hatte. In dem Fall leider nur meine Daunenjacke.

Im Vollsturm gingen wir weiter Richtung Gipfel. Simon geht vorweg, die Kameras haben wir beide verstaut und kämpften jetzt alle gegen den Sturm. Den Gipfel hatten wir schon abgeschrieben und nahmen ein Ausweichsziel, eins, das vielleicht windstill sein würde.

Am windstillen Grat zwischen Schattleitenkopf und Kreuzeck

Wir entschließen uns nicht in direkter Linie zu gehen, sondern schwenken nach rechts, im Sinne des Aufstieges, zwischen Schattleitenkopf und Kreuzeck ab. Den Grat entlang ist es windstill, sehr skurril aber schön. Wir machen eine kurze Pause um die Aussicht in Richtung Ankogel und Keeskogel sowie Mandlkogel zu genießen. Und stehen außerhalb der Föhnschneise, die wir jetzt auch deutlich erkennen können. Wunderschönes Wind- und Wolkenspiel. Die letzten Meter am Grat entlang sind nicht schwierig.

Je mehr wir uns dem Gipfelhang nähern, steigt die Windgeschwindigkeit. Wir gehen schon wieder im Sturm. Den Gipfel erreichen wir, halten uns am Kreuz fest, bevor wir weggeblasen werden. Unglaublich. Nebel verdeckt die Sicht. Wir bleiben nicht lange und wollen schnell wieder runter. Leider hat der Wind die Schneedecke schon bearbeitet, aber es hat gereicht um ein paar Bilder von Sabrina und Simon während der Abfahrt zu machen.

 

Alles in allem war es eine sehr schöne Tour mit 1000 Höhenmetern. Das Gelände ist von den Schwierigkeiten überschaubar, aber einen Besuch auf alle Fälle wert.

Die Bilder von der Abfahrt: